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Die Herausforderung des "Must Stock" in der akademischen Verlagsbranche: Preisauswirkungen von Transformationsvereinbarungen


Core Concepts
Universitätskonsortien verhandeln Transformationsvereinbarungen mit Verlagen, um den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen zu verbessern und die Marktmacht der Verlage zu regulieren.
Abstract
Einleitung: Universitäten und Forschungseinrichtungen kämpfen mit steigenden Kosten für Zeitschriften. Transformationsvereinbarungen sollen den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen erleichtern. Vertragsdesign: Transformationsvereinbarungen basieren auf dem "publish-and-read" (PAR) Schema. PAR-Verträge können den Markteintritt neuer Wettbewerber erschweren. Ökonomische Auswirkungen: Die Verlage profitieren von Transformationsvereinbarungen, auch bei sinkender Anzahl von Publikationen. Die Verträge könnten zu höheren Preisen und Markteintrittsbarrieren führen. Institutionelles Umfeld: Akademische Verlagsbranche hat einen jährlichen Umsatz von 19 Mrd. GBP. Große Verlage besitzen über 12.000 Zeitschriften und haben eine Marktmacht von über 40%. Wettbewerb mit vollständigem Open Access-Verlag: Ein Wechsel von Publikationen von TA-Verlagen zu vollständigem Open Access kann die Preise beeinflussen. Der OA-Verlag profitiert nicht unbedingt von einem Wachstum seiner eigenen Publikationen.
Stats
"Während nur im Jahr 2020 etwa 100.000 Artikel unter einer TA veröffentlicht wurden, stieg diese Zahl exponentiell auf etwa 600.000 im Jahr 2022 und fast 900.000 Publikationen im Jahr 2023." "Die jährlichen Zahlungen der Universitäten an Springer Nature und Wiley belaufen sich auf 50,25 Millionen EUR."
Quotes
"Universitäten und Forschungseinrichtungen geben jedes Jahr mehr Geld für Zeitschriften aus, da die oligopolistische Struktur des wissenschaftlichen Verlagsmarktes Wettbewerb und Preistransparenz verhindert."

Key Insights Distilled From

by W. Benedikt ... at arxiv.org 03-07-2024

https://arxiv.org/pdf/2403.03597.pdf
The 'Must Stock' Challenge in Academic Publishing

Deeper Inquiries

Wie können Transformationsvereinbarungen die Marktmacht der großen Verlage beeinflussen?

Transformationsvereinbarungen können die Marktmacht der großen Verlage auf verschiedene Weisen beeinflussen. Durch diese Vereinbarungen wird ein neues Preismodell eingeführt, bei dem Verlage eine feste Gebühr für jede veröffentlichte Artikel erhalten, anstatt Abonnementgebühren zu erheben. Dies kann dazu führen, dass etablierte Verlage mit einem großen Bestand an kostenpflichtigen Publikationen ihre Marktmacht weiter ausbauen, da Universitäten gezwungen sind, ihre Forscher mit den führenden Zeitschriften jeder Disziplin zu versorgen. Dies schafft eine Art "Must-Stock"-Dilemma, das die Verlage in eine starke Verhandlungsposition bringt und es ihnen ermöglicht, die Preise zu erhöhen. Zudem können Transformationsvereinbarungen den Eintritt neuer Wettbewerber erschweren, da die etablierten Verlage durch ihre umfangreichen Publikationen und die "Must-Stock"-Anforderung einen Wettbewerbsvorteil haben.

Welche Auswirkungen haben Transformationsvereinbarungen auf den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen?

Transformationsvereinbarungen haben das Ziel, den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen zu verbessern, indem sie den Übergang zu einem vollständig offenen Zugang fördern. Durch diese Vereinbarungen werden Universitäten von den hohen Abonnementgebühren befreit und zahlen stattdessen eine feste Gebühr pro veröffentlichtem Artikel. Dies soll den Zugang zu Forschungsergebnissen erleichtern und die Kosten für Universitäten, Bibliotheken und letztendlich die Steuerzahler senken. Allerdings können Transformationsvereinbarungen auch unerwünschte wirtschaftliche Auswirkungen haben, wie z.B. die Stärkung der Marktposition der etablierten kommerziellen Verlage und die Erhöhung der Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber.

Inwiefern könnte ein vollständig offener Zugang zu Publikationen die Position der großen kommerziellen Verlage herausfordern?

Ein vollständig offener Zugang zu Publikationen könnte die Position der großen kommerziellen Verlage herausfordern, da er eine Alternative zu den traditionellen Abonnementmodellen darstellt. Durch den vollständig offenen Zugang können Forscher ihre Arbeit frei veröffentlichen, ohne dass Leser oder Bibliotheken dafür bezahlen müssen. Dies könnte dazu führen, dass Forscher vermehrt zu Open-Access-Verlagen wechseln, die keine Abonnementgebühren erheben. Dies könnte langfristig die Marktmacht der großen kommerziellen Verlage verringern, da sie möglicherweise Kunden an Open-Access-Verlage verlieren. Allerdings haben Studien gezeigt, dass die großen kommerziellen Verlage trotz des zunehmenden Open-Access-Trends weiterhin eine starke Position im Verlagswesen behalten.
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