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Kontrollierte Halluzinationen in multimodalen Modellen durch visuelle Informationsverankerung


Core Concepts
Generative multimodale Sprach-Bild-Modelle neigen dazu, plausibel klingende, aber nicht auf dem Eingabebild verankerte textuelle Antworten zu generieren. Dieser Artikel untersucht dieses Phänomen und zeigt, dass es auf einer übermäßigen Abhängigkeit vom Sprachprior beruht. Um Halluzinationen zu reduzieren, wird eine neue Sampling-Methode namens Multi-Modal Mutual-Information Decoding (M3ID) eingeführt, die den Einfluss des Referenzbildes auf den Sprachprior verstärkt.
Abstract
Der Artikel untersucht das Phänomen der "Halluzinationen" in generativen Sprach-Bild-Modellen (VLMs). Halluzinationen bezeichnen das Auftreten von plausibel klingenden, aber nicht auf dem Eingabebild verankerten textlichen Antworten. Kernpunkte: VLMs neigen dazu, übermäßig vom Sprachprior abzuhängen, was zu Halluzinationen führt. Die Abhängigkeit vom visuellen Prompt nimmt ab, je mehr Tokens generiert werden (Konditionierungsverdünnung). Um Halluzinationen zu reduzieren, wird eine neue Sampling-Methode namens M3ID vorgestellt, die den Einfluss des Referenzbildes auf den Sprachprior verstärkt. M3ID kann ohne weiteres Training auf vortrainierte VLMs angewendet werden und hat nur einen minimalen Rechenaufwand. Alternativ kann M3ID mit Direct Preference Optimization (DPO) kombiniert werden, um die Verankerung des Modells auf dem visuellen Prompt weiter zu verbessern. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass M3ID und M3ID+DPO die Anzahl der halluzinierten Objekte in Captioning-Aufgaben um 25% bzw. 28% reduzieren und die Genauigkeit auf VQA-Benchmarks wie POPE um 21% bzw. 24% verbessern.
Stats
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Modell den Token "fridge" generiert, ohne das Bild zu sehen, ist deutlich höher als mit dem Bild als Eingabe. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Modell den Token "toaster" generiert, ist deutlich höher, wenn das Bild als Eingabe verwendet wird.
Quotes
"Generative Vision-Language Models (VLMs) are prone to generate plausible-sounding textual answers that, however, are not always grounded in the input image." "To reduce hallucinations, we introduce Multi-Modal Mutual-Information Decoding (M3ID), a new sampling method for prompt amplification. M3ID amplifies the influence of the reference image over the language prior, hence favoring the generation of tokens with higher mutual information with the visual prompt."

Key Insights Distilled From

by Alessandro F... at arxiv.org 03-22-2024

https://arxiv.org/pdf/2403.14003.pdf
Multi-Modal Hallucination Control by Visual Information Grounding

Deeper Inquiries

Wie könnte man die Halluzinationsneigung von VLMs weiter reduzieren, ohne die Leistungsfähigkeit des Modells in anderen Bereichen zu beeinträchtigen?

Um die Halluzinationsneigung von VLMs weiter zu reduzieren, ohne die Leistungsfähigkeit des Modells in anderen Bereichen zu beeinträchtigen, könnten folgende Ansätze verfolgt werden: Verbesserung der visuellen Repräsentation: Eine Möglichkeit besteht darin, die Qualität der visuellen Repräsentation zu verbessern, indem z.B. fortschrittlichere Bilderkennungsmodelle oder präzisere Bildbeschreibungen verwendet werden. Dadurch könnte die Grundlage für die Generierung von Texten gestärkt werden. Kontextsensitives Training: Durch kontextsensitives Training könnte das Modell spezifisch auf die Verankerung von Texten in visuellen Informationen trainiert werden. Dies könnte dazu beitragen, die Abhängigkeit von der visuellen Eingabe zu stärken und Halluzinationen zu reduzieren. Hybridmodelle mit multimodalen Eingaben: Die Integration von zusätzlichen Modalitäten neben Bildern, wie z.B. Audio oder Sensorikdaten, könnte dazu beitragen, die Verankerung der generierten Texte zu verbessern und die Halluzinationsneigung zu verringern, da das Modell auf mehrere Informationsquellen zurückgreifen kann. Kontinuierliche Überwachung und Anpassung: Durch kontinuierliche Überwachung der Modellleistung und Anpassung der Trainingsdaten könnte die Halluzinationsneigung im Laufe der Zeit reduziert werden, ohne die Leistungsfähigkeit des Modells in anderen Bereichen zu beeinträchtigen.

Welche anderen Modalitäten neben Bildern könnten verwendet werden, um die Verankerung der generierten Texte zu verbessern?

Neben Bildern könnten auch folgende Modalitäten verwendet werden, um die Verankerung der generierten Texte zu verbessern: Audio: Die Integration von Audioinformationen könnte dazu beitragen, die Verankerung der generierten Texte zu verbessern, insbesondere in multimodalen Anwendungen wie der Beschreibung von Musikvideos oder Umgebungsgeräuschen. Sensorikdaten: Sensorikdaten aus verschiedenen Quellen wie IoT-Geräten oder Wearables könnten genutzt werden, um kontextbezogene Informationen bereitzustellen und die Generierung von Texten zu unterstützen. 3D-Modelle: Die Verwendung von 3D-Modellen oder virtuellen Umgebungen könnte eine zusätzliche visuelle Dimension bieten, um die Verankerung der generierten Texte zu verbessern, insbesondere in Anwendungen wie der virtuellen Realität oder der Architekturvisualisierung. Biometrische Daten: Die Integration von biometrischen Daten wie Gesichtserkennung oder Emotionserkennung könnte dazu beitragen, die Generierung von Texten personalisierter und kontextbezogener zu gestalten.

Wie lassen sich die Erkenntnisse aus dieser Arbeit auf andere Anwendungsfelder übertragen, in denen Modelle dazu neigen, unzuverlässige oder irreführende Ausgaben zu produzieren?

Die Erkenntnisse aus dieser Arbeit könnten auf andere Anwendungsfelder übertragen werden, in denen Modelle dazu neigen, unzuverlässige oder irreführende Ausgaben zu produzieren, indem folgende Schritte unternommen werden: Entwicklung von Metriken: Ähnlich wie die Visual Prompt Dependency Measure (PDM) könnten spezifische Metriken entwickelt werden, um die Verankerung von Modellausgaben in den Eingabedaten zu bewerten und unzuverlässige Ausgaben zu identifizieren. Inferenzzeit-Interventionen: Durch die Implementierung von Inferenzzeit-Interventionen wie Multi-Modal Mutual Information Decoding (M3ID) könnten Modelle in Echtzeit angepasst werden, um die Qualität der Ausgaben zu verbessern und Halluzinationen zu reduzieren. Training mit multimodalen Daten: Die Integration von multimodalen Trainingsdaten in verschiedenen Anwendungsfeldern könnte dazu beitragen, die Modellverankerung zu stärken und die Zuverlässigkeit der Ausgaben zu erhöhen. Anpassung an spezifische Anwendungsfelder: Die Anpassung der vorgestellten Methoden an die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen anderer Anwendungsfelder könnte dazu beitragen, unzuverlässige oder irreführende Ausgaben in diesen Bereichen zu reduzieren.
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